BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZB 222/08 vom 25. Juni 2009 in dem Insolvenzverfahren - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter und die Richter Raebel, Prof. Dr. Kayser, Dr. Pape und Grupp am 25. Juni 2009 beschlossen: Dem Schuldner wird gegen die Vers344umung der Frist zur Einle-gung und Begr374ndung der Rechtsbeschwerde gegen den Be-schluss der 1. Zivilkammer des Landgerichts Waldshut-Tiengen vom 3. Juni 2008 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bewil-ligt. Die Rechtsbeschwerde des Schuldners gegen den Beschluss der 1. Zivilkammer des Landgerichts Waldshut-Tiengen vom 3. Juni 2008 wird als unzul344ssig verworfen. Der Gegenstandswert f374r das Rechtsbeschwerdeverfahren wird auf 5.000 200 festgesetzt. Gr374nde: I. Dem Schuldner ist gegen die Vers344umung der Frist zur Einlegung und Begr374ndung der Rechtsbeschwerde Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gew344hren (247247 233, 234 Abs. 2, 247 575 Abs. 1 Satz 1 ZPO). 1 - 3 - Die Fristvers344umung ist unverschuldet (247 233 ZPO), weil der Schuldner wegen seiner Mittellosigkeit au337erstande war, durch die Beauftragung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts die Einlegungs- und Be-gr374ndungsfrist einzuhalten. Die Wiedereinsetzungsfrist ist gewahrt: Nach Zu-stellung des Senatsbeschlusses 374ber die Bewilligung von Prozesskostenhilfe am 6. Oktober 2008 hat der Schuldner die Rechtsbeschwerde innerhalb der zweiw366chigen Frist des 247 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO am 9. Oktober 2008 eingelegt und innerhalb der Monatsfrist des 247 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO am 5. November 2008 begr374ndet. 2 II. Die Rechtsbeschwerde ist gem344337 247 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, 247247 7, 6, 289 Abs. 2 Satz 1 InsO statthaft. Sie ist jedoch unzul344ssig, weil die Rechts-sache keine grunds344tzliche Bedeutung hat und weder die Fortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entschei-dung des Rechtsbeschwerdegerichts erfordern (247 574 Abs. 2 ZPO). Der Bun-desgerichtshof pr374ft nach dieser Vorschrift ebenso wie bei der Nichtzulas-sungsbeschwerde (247 543 Abs. 2, 247 544 ZPO) nur die Zulassungsgr374nde, wel-che die Beschwerdebegr374ndung nach 247 575 Abs. 3 Nr. 2 ZPO schl374ssig und 3 - 4 - substantiiert dargelegt hat (BGH, Beschl. v. 29. September 2005 - IX ZB 430/02, NZI 2006, 48, 49; v. 18. Mai 2006 - IX ZB 103/05, NZI 2006, 538). Ein solcher wird von der Rechtsbeschwerdebegr374ndung f374r den vorliegenden, nach 247 290 Abs. 1 Nr. 5 InsO zu beurteilenden Fall nicht dargelegt. Ganter Raebel Kayser Pape Grupp Vorinstanzen: AG Waldshut-Tiengen, Entscheidung vom 02.06.2008 - 4 IN 15/06 - LG Waldshut-Tiengen, Entscheidung vom 03.06.2008 - 1 T 22/08 -
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