BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZB 244/11 vom 9. Februar 201 2 in dem Re stschuldbefreiungsverfahren - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser , die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Vill, die Richterin Lohmann und den Richter Dr. Fischer am 9. Februar 2012 beschlossen: Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 11. Zivilkammer des Landgerichts Hannover vom 1. August 2011 wird auf Kosten des Schuldners verworfen. Der Gegenstandswert wird auf 5.000 Gründe: Die gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO, §§ 7, 6 Abs. 1 , § 300 Abs. 3 InsO , Art. 103f EGInsO statthafte Rechtsbeschwerde ist unzulässig, weil kein Zulässigkeitsgrund eingreift. Zu Unrecht macht der Schuldner eine Verletzung seines Verfahrensgrundrechts auf Art. 103 Abs. 1 GG geltend. 1. Das Amtsgericht ha t die auf § 290 Abs. 1 Nr. 5 InsO beruhende Ve r- sagung der Restschuldbefreiung neben der Verletzung von Mitteilungspflichten bei einem Wohnsitzwechsel und bei der Aufnahme von Arbeitsverhältnissen insbesondere darauf gestützt, dass der Schuldner Zahlungen aus seinem A r- beitsverhältnis über das Konto seiner Ehefrau umgeleitet habe. Die Einziehung von Gehaltszahlungen über das Konto seiner Ehefrau hat der Schuldner weder 1 2 - 3 - gegen über dem Amtsgericht noch im Beschwerdeverfahren bestritten. Das Landgericht hat die Beschwerde im Blick auf den unstreitigen Sachverhalt der Weiterleitung von Einkünften in nicht unerheblicher Höhe auf ein Konto Dritter zurückgewiesen. Bei dieser Sachlage ist für eine Verletzung von Art. 103 Abs. 1 GG kein Raum. 2. Soweit der Schuldner nunmehr geltend macht, er habe die Vergütu n- gen wegen von dem Insolvenzverwalter verlangter , der Höhe nach nicht g e- rechtfertigter Zahlungen über das Konto seiner Ehefrau eingezogen, entspricht dies nicht seinem Vortrag im Besc hwerdeverfahren. Dort hatte er - mangels näherer Ke nntnis seines Bevollmächtigten - gerade keine Erklärung für die U m- leitung der Gelder abgegeben. Ein Zusammenhang zwischen der Umleitung der Gelder u nd den überhöhten Forderungen seitens des Insolvenzverwalters wur - 3 - 4 - de erstmals im Rechtsbeschwerdeverfahren hergestellt. Mithin schei det auf der Grundlage des maßgeb lichen Beschwerdevorbringens ein Verstoß gegen Art. 103 Abs. 1 GG aus. Kayser Gehrlein Vill Lohmann Fischer Vorinstanzen: AG Hannover, Entscheidung vom 03.01.2011 - 905 IN 580/04 - O - LG Hannover, Entscheidung vom 01.08.2011 - 11 T 13/11 -
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