BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZB 281/08 vom 21. Januar 2010 in dem Rechtsstreit - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Ganter, die Richter Raebel, Prof. Dr. Kayser, die Richterin Lohmann und den Richter Dr. Pape am 21. Januar 2010 beschlossen: Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des 10. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 3. November 2008 wird auf Kosten des Kl344gers als unzul344ssig verworfen. Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens wird auf 40.112,63 200 festgesetzt. Gr374nde: Die nach 247 522 Abs. 1 Satz 4, 247 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO statthafte Rechtsbeschwerde ist nach 247 574 Abs. 2 ZPO unzul344ssig. Die Rechtssache hat weder grunds344tzliche Bedeutung noch erfordert die Sicherung einer einheitli-chen Rechtsprechung eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts. 1 1. Die nach Auffassung der Rechtsbeschwerde zu beantwortende Grundsatzfrage, ob immer mehrere Streitgegenst344nde vorliegen, wenn Anspr374-che aus eigenem und abgetretenem Recht geltend gemacht werden, ist nicht kl344rungsbed374rftig; sie ist nach allgemeiner Auffassung zu bejahen (BVerfGE 54, 117, 127; BGH, Urt. v. 29. November 1990 - I ZR 45/89, NJW 1991, 1683, 2 - 3 - 1684; v. 25. Februar 1999 - III ZR 53/98, NJW 1999, 1407; v. 17. November 2005 - IX ZR 8/04, WM 2006, 592, 594; v. 8. Mai 2007 - XI ZR 278/06, WM 2007, 1241, 1242; v. 23. Juli 2008 - XII ZR 158/06, NJW 2008, 2922; Stein/Jonas/Roth, ZPO 22. Aufl. 247 260 Rn. 7 und 247 263 Rn. 9; M374nchKomm-ZPO/Becker-Eberhard, 3. Aufl. 247 263 Rn. 16; Z366ller/Vollkommer, ZPO 28. Aufl. Einl. Rn. 74; Z366ller/Greger, aaO 247 263 Rn. 7; Hk-ZPO/Saenger, 3. Aufl. 247 263 Rn. 4; Thomas/Putzo/Reichold, ZPO 30. Aufl. Einl. II Rn. 32; Pr374tting/Gehr-lein/Geisler, ZPO 247 263 Rn. 5). Die Rechtsbeschwerde zeigt nicht auf, dass der Streitfall Anhaltspunkte daf374r bietet, einen Ausnahmefall anzunehmen. 2. Die Frage, ob im Fall einer nachtr344glichen Klageh344ufung im Sinne von 247247 260, 261 Abs. 2 ZPO unter Umst344nden die Frage der Sachdienlichkeit an-ders zu beantworten sein kann als bei einer Klage344nderung gem344337 247 263 ZPO, ist nicht entscheidungserheblich. Das Berufungsgericht hat seine Entscheidung nicht darauf gest374tzt, dass die Sachdienlichkeit einer Klage344nderung zu vernei-nen sei. Nach seiner Auffassung fehlt schon eine Entscheidung des Landge-richts 374ber den abgetretenen Anspruch. 3 3. Die Auslegung des Berufungsgerichts, das Landgericht habe den An-spruch aus abgetretenem Recht versehentlich 374bergangen, ist m366glich und ver-letzt weder das Recht des Kl344gers auf effektiven Rechtsschutz (Art. 2 Abs. 1, Art. 20 Abs. 3 GG) noch sein rechtliches Geh366r (Art. 103 Abs. 1 GG). Im 334bri-gen er366ffnet ihm diese Verfahrensweise die M366glichkeit, den behaupteten An-spruch nochmals geltend zu machen und hierbei die im vorliegenden Verfahren gegebenen, bei sachlicher Entscheidung 374ber sein Begehren nicht mehr zu kor-rigierenden Schl374ssigkeitsm344ngel bei der Darlegung des abgetretenen An-spruchs aus 247247 43, 71 Abs. 4 GmbHG zu beseitigen. 4 - 4 - 4. Von einer weiteren Begr374ndung wird gem344337 247 577 Abs. 6 Satz 2 ZPO abgesehen, weil sie nicht geeignet w344re, zur Kl344rung von Rechtsfragen grund-s344tzlicher Bedeutung, zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer ein-heitlichen Rechtsprechung beizutragen. 5 Ganter Raebel Kayser Lohmann Pape Vorinstanzen: LG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 08.02.2008 - 2/1 O 95/03 - OLG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 03.11.2008 - 10 U 97/08 -
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