BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZB 31/12 vom 19. Juli 201 2 In dem Restschuldbefreiungsverfahren - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser , de n Richter Raebel, die Richterin Lohmann , den Richter Dr. Pape und die Richterin Möhring am 19. Juli 2012 beschlossen: Die Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Paderborn vom 6. März 2012 wird auf Kosten des Schuldners als unzulässig verworfen. Der Gegenstandswert für d as Rechtsbeschwerdeverfahren wird Gründe: 1. Die Rechtsbeschwerde ist nicht statthaft und daher als unzulässig zu verwerfen (§ 4 InsO, § 577 Abs. 1 Satz 2 ZPO) , weil sie vom Beschwerdeg e- richt nicht zugelassen worden ist . Seitdem die Vorschrift des § 7 InsO durch das am 27. Oktober 2011 in Kraft getretene Gesetz zur Änderung des § 522 der Zivilprozessordnung vom 21. Oktober 2011 (BGBl. I S. 2082) aufgehoben wurde, findet die Rechtsb e- schwerde in Insolvenzverfahren gemäß § 5 74 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO nur noch unter der Voraussetzung statt, dass sie vom Beschwerdegericht zugelassen wurde (BGH, Beschluss vom 20. Dezember 2011 - IX ZB 294/11, WM 2012, 1 2 - 3 - 276 Rn. 3 ff; vom 10. Mai 2012 - IX ZB 295/11, ZIP 2012, 1146 Rn. 5) . Dies gil t auch dann, wenn das Beschwerdegericht rechtsirrig davon ausgegangen ist, dass die Rechtsbeschwerde bereits kraft Gesetzes statthaft sei, und es daher keiner Zulassungsentscheidung bed ü rf e (BGH, Beschluss vom 24. Juli 2003 - IX ZB 539/02, WM 2003, 1871, 1872 (insoweit in BGHZ 156, 92 nicht abg e- druckt); vom 20. Dezember 2011, aaO Rn. 6; vom 10. Mai 2012, aaO Rn. 15 ff). Es widerspräche dem gesetzgeberischen Willen, wenn die Zulassungsen t- scheidung im Rechtsmittelweg daraufhin überprüft werden könnte, ob das B e- schwerdegericht die ihm obliegende Verantwortung für die Zulassungsen t- scheidung erkannt hat (BGH, Beschluss vom 10. Mai 2012, aaO Rn. 16). - 4 - 2. Von einer weitergehenden Begründung wird gemäß § 4 InsO, § 577 Abs. 6 Satz 3 ZPO abgesehen. Kayser Raebel Lohmann Pape Möhring Vorinstanzen: AG Paderborn, Entscheidung vom 08.08.2011 - 2 IN 92/05 - LG Paderborn, Entscheidung vom 06.03.2012 - 5 T 237/11 - 3
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