ECLI:DE:BGH:2019:060219BXIIZB360.18.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XII ZB 360/18 vom 6. Februar 2019 in der Familiensache - 2 - Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 6. Februar 2019 durch die Richter Prof. Dr. Klinkhammer, Schilling, Dr. Nedden - Boeger, Dr. Botur und Guhling beschlos sen: A. Die Antragsgegnerin wird auf das Folgende hingewiesen: I. Der Antragsteller und Rechtsbeschwerdegegner ist am 28. März 2018 wieder in den mütterlichen Haushalt zurückgekehrt. Damit kann sein Vater ihn gemäß § 1629 Abs. 2 Satz 2 BGB im Verfa h- ren de r Rechtsbeschwerde nicht ordnungsgemäß v ertret e n ( vgl. Senatsbeschluss vom 1. März 2017 XII ZB 2/16 FamRZ 2017, 816 Rn. 18). Gegebenenfalls müsste für den Antragsteller ein E r- gänzungspfleger bestellt werden. II. D ie Rechtsbeschwerde dürfte allerdings auch mangels Vorliegens der Zulässigkeitsvoraussetzungen des § 574 Abs. 2 ZPO unzulä s- sig sein . Die angefochtene Entscheidung bewegt sich im Rahmen der obergerichtlichen Rechtsprechung und der Literatur, wonach für - 3 - die Beschwer des Unterhaltspflichtigen auf die Differenz zwischen dem neu festgesetzten und dem bereits titulierten Unterhalt abz u- stellen ist (vgl. OL G Brandenburg Beschluss vom 19. Mai 2014 13 UF 58/14 juris Rn. 51; OLG Koblenz FamRZ 1996, 557; MünchKommFamFG/A. Fischer 3. Aufl. § 61 Rn. 24 f .; Schulte - Bunert/ Weinreich/Keske FamFG 5. Aufl. § 51 FamGKG Rn. 27 und Schneider NZFam 2018, 166 jew. zum Verfahrenswert). Der Einwand der Rechtsbeschwerde, mit der Abänderungsen t- scheidung werde ein neuer Titel geschaffen, wohingegen der alte seine Wirkun g verliere, betrifft die Vollstreckung, nicht aber die Beschwer. Die Rückkehr des Antragstellers in d en mütterlichen Haushalt am 28. März 2018 ändert nichts daran, dass die Antragsgegnerin nur in Höhe der Differenz zwischen dem beantragten und dem in der J ugendamtsurkunde tenorierten Unterhalt beschwert ist. Die A b- änderung der Jugendamtsurkunde zugunsten der Antragsgegnerin war nicht Verfahrensgegenstand des amtsgerichtlichen Verfa h- rens. - 4 - B. Die Antragsgegnerin erhält Gelegenheit, binnen drei Wochen hie r- zu Stellung zu nehmen. Klinkhammer Schilling Nedden - Boeger Botur Guhling Hinweis: Das Rechtsbeschwerdeverfahren ist durch Rücknahme erledigt. Vorinstanzen: AG Kassel, Entscheidung vom 15.02.2018 - 532 F 3070/17 UK - OLG Frankfurt am Main, Entscheidung v om 11.07.2018 - 2 UF 85/18 -
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