ECLI:DE:BGH:2017:040417BXIZB5.17.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZB 5/17 vom 4 . April 2017 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 4. April 2017 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, di e Richter Maihold und Dr. Matthias sowie die Richterinne n Dr. Derstadt und Dr. Dauber beschlossen: Die Rechtsbeschwerde des Antragstellers gegen den Beschluss des 8. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Koblenz vom 11. Januar 2017 wird auf seine Kosten als unzulässig verworfen. Gründe: I. Das Landgerich t hat mit Beschluss vom 19. Oktober 2016 den Antrag des Antragstellers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Klage abg e- lehnt, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg biete. Die gegen diesen Beschluss gericht ete sofortige Beschwerde des Antragstellers hat das Oberlandesgericht mit Beschluss vom 11. Januar 2017 zurückgewiesen, weil das Landgericht die Erfolgsaussichten der Klage zu Recht verneint habe. II. Das Schreiben des Antragstellers vom 10. Februar 20 17 ist gemäß dem dort formulierten Rechtsschutzziel als Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts auszulegen, weil eine sachliche Überprüfung der En t- 1 2 - 3 - scheidung durch das im Instanzenzug übergeordnete Gericht begehrt wird (vgl. BGH, Beschlü sse vom 21. März 2002 IX ZB 18/02, WM 2002, 1512 und vom 17. September 2014 IX ZB 51/14, juris Rn. 1). Die Rechtsbeschwerde ist jedoch als unzulässig zu verwerfen, weil sie bereits unstatthaft ist. Gemäß § 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist eine Rechtsb e- schwe rde nur statthaft, wenn dies im Gesetz ausdrücklich bestimmt ist oder die Vorinstanz sie in dem angefochtenen Beschluss zugelassen hat. Beide Vorau s- setzungen liegen hier nicht vor. Das Gesetz (§ 127 Abs. 2 und 3 ZPO) sieht im Prozesskostenhilfeverfahren di e Möglichkeit der Rechtsbeschwerde nicht al l- gemein vor (vgl. BGH, Be schlüsse vom 4. September 2014 - I ZA 7/14, juris Rn. 2, vom 10. April 2015 I ZA 1/15, juris Rn. 2, vom 29. Juni 2015 IX ZA 14/15, juris und vom 23. Juli 2015 IX ZA 19/15, juris Rn. 2) und das B e- schwerdegericht hat die Rechtsbe schwerde nicht zugelassen. Die Nichtzulassung der Rechtsbeschwerde ist - anders als die Nichtz u- lassung der Revision ( § 544 ZPO ) nicht anfechtbar ( BGH, B eschlüsse vom 8. November 2004 - II ZB 24/03 , WM 2005, 76 , 77, vom 16. November 2006 IX ZA 26/06 , WuM 2007, 41 , vom 10. Januar 2008 IX ZB 109/07 , WuM 2008, 113 , vom 13. März 2014 IX ZB 48/13 , WM 2014, 711 Rn. 11 , vom 10. April 2015 I ZA 1/15 , juris Rn. 2 , vom 23. April 2015 III ZB 67/15 , juris und v om 23. Juli 2015 IX ZA 19/15 , juris Rn. 3 ). Eine Nichtzulassungsbeschwerde g e- mäß § 544 ZPO ist, was der Antragsteller verkennt, nicht statthaft, weil es sich bei der angefochtenen Entscheidung vorliegend um kein Urteil handelt, gegen das eine Revision zu gelassen werden könnte (vgl. §§ 542, 543 ZPO). Eine außerordentliche Beschwerde ist ebenfalls nicht eröffnet und ve r- fassungsrechtlich nicht geboten (vgl. BVerfGE 107, 395, 416 ff.; BGH, B e- schlüsse vom 7. März 2002 - IX ZB 11/02 , BGHZ 150, 133 ff., vom 8. November 3 4 5 - 4 - 2004 II ZB 24/03 , WM 2005, 76 , 77, vom 4. September 2014 I ZA 7/14 , juris Rn. 3 und vom 23. Juli 2015 IX ZA 19/15 , juris Rn. 3 ). Ellenberger Maihold Matthias Derstadt Dauber Vorinstanzen: LG Mainz, Entscheidung vom 19.10.2016 - 6 O 133/16 - OLG Koblenz, Entscheidung vom 11.01.2017 - 8 W 641/16 -
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