BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZR 119/08 vom 30 . Juni 2011 in dem Rechtsstreit - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser, d ie Richter Raebel und Vill , die Richterin Lohmann und den Ric h ter Dr. Pape am 30. Juni 2011 beschlossen: Die Gegenvorstellung des Prozessbevollmächtigten de r Kläger gegen die Festsetzung des Streit werts für das Nichtzulassung s- beschwerd e verfahren in dem Senatsb eschluss vom 12. Mai 2011 wird zurückgewi e sen. Gründe: Die Gegenvorstellung gibt keinen Anlass zur Abänderung des festg e- set z ten Streitwerts. Gegenstand der Nichtzulassungsbeschwerde ist allein die auf den Hilf s- antrag des Klägers ausgesprochene Feststellung der Schadensersatzpflicht, nach welcher sich dah er der Gegenstandswert des Verfahrens der Nichtzula s- sungsbeschwerde bestimmt (§ 47 Abs. 3, Abs. 1 Satz 1 GKG). Der Senat hat den Wert der getroffenen Feststellung in der Weise geschätzt ( § 48 Abs. 1 Satz 1 GKG, § 3 ZPO) , dass dieser dem als Hauptantrag gel tend gemachten Anspruch auf Schuldbefreiung entspricht. Abweichend von der Annahme des 1 2 - 3 - Berufungsgerichts beträgt der Streitwert des Hauptantrags jedoch nicht 902.687,36 , sondern lediglich 586.269,36 Das Berufungsgericht hat den Streitwert auf der Grundlage eines G e- samtsch a dens von 1.128.359,20 ( 2.206.878,80 DM) berechnet. Nach der vom Ber u fungsgericht in Bezug genommenen Schadensberechnung (Seite 14 des Berufungsurteils in Verbindung mit Seite 17 der Klageschrift) enthält dieser G e- samtschaden im Umfang von 773.574,54 DM die bis zum 30. Juni 2005 ang e- fallenen Zinsen auf die Gewerbesteuerschuld. Zinsen bleiben jedoch bei der B e messung des Streitwerts nach § 4 ZPO, § 43 Abs. 1 GKG auch dann außer Betracht, wenn der Antrag auf Befreiung von einer Ver bindlic h keit gerichtet ist (BGH, Beschluss vom 6. Oktober 1960 - VII ZR 42/59, NJW 1960, 2336; vom 21. Dezember 1989 - VII ZR 152/88, NJW - RR 1990, 958; vom 13. April 2006 - IX ZR 154/05). Bereinigt um die Zinsen beträgt der Gesamtschaden (geru n- det) 732.836 ,70 Unter Berücksichtigung eines Abschlags in Höhe von 3 - 4 - 20 v.H. wegen des Umstands, dass der Freistellungs antrag nicht beziffert wo r- den ist (vgl. Zöller/Herget, ZPO, 28. Aufl., § 3 Rn. 16 " Befreiung " ) ergibt sich der vom Senat festgesetzte Strei t wert in Höhe von 586.269,36 Kayser Raebel Vill Lohmann Pape Vorinstanzen: LG Hamburg, Entscheidung vom 09.12.2005 - 327 O 418/05 - OLG Hamburg, Entscheidung vom 06.05.2008 - 8 U 10/06 -
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