BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZR 120/11 vom 19. Dezember 201 3 in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: ja BGHZ: nein BGHR: ja BGB § 203 Satz 1 Bei schwebenden Verhandlungen wirkt die Hemmung grundsätzlich auf den Zei t- punkt zurück, in dem der Gläubiger seinen Anspruch gegenüber dem Schuldner ge l- tend gemacht hat (Anschluss an BGH, Urteil vom 11. November 1958 - VI ZR 231/57, VersR 1959, 34, 36; vom 13. Februar 1962 - VI ZR 195/61, VersR 1962, 615). BGH, Beschluss vom 19. Dezember 2013 - IX ZR 120/11 - OL G Stuttgart LG Ravensburg - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser , die Richter Dr. Fischer, Dr. Pape, Grupp und die Richterin Möhring am 19. Dezember 201 3 beschlossen: Die Beschwerde gegen di e Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 12. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 12. Juli 2011 wird auf Kosten des Beklagten zurückgewiesen. Der Wert der Nichtzulassungsbeschwerde wird auf 21.733,89 festgesetzt. Gründe: Die Nichtzulassungsbeschwerde ist statthaft (§ 544 Abs. 1 Satz 1 ZPO) und zulässig (§ 544 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 ZPO). Sie hat jedoch keinen Erfolg. Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung, noch erfordert die For t- bildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die geltend gemachten Verletzungen von Verfahrensgrundrechte n hat der Senat geprüft, aber für nicht durchgreifend erachtet. 1 - 3 - Soweit die Nichtzulassungsbeschwerde die Grundsatzbedeutung mit e i- ner divergierenden Rechtsprechung des VI. und des VII. Zivilsenats begründet , liegt eine solche Divergenz nicht vor. Nach der Rechtsprechung des Bundesg e- richtshofs genügt es für das Vorl i egen von die Verjährung hemmenden Ve r- handlungen, wenn der Berechtigte Anforderungen an den Verpflichteten stellt und dieser nicht sofort ablehnt, sondern sich auf Erörterungen einlässt. Antwo r- tet der Verpf l ichtete auf die Mitteilung des Berechtigten alsbald in solcher We i- se, dass dieser annehmen darf, der Verpflichtete werde im Sinne einer Befri e- digung der Ansprüche Entgegenkommen zeigen, so tritt eine Verjährungshe m- mung ein, die auf den Zeitp unkt der Anspruchsanmeldung zurückzubeziehen ist (BGH, Urteil vom 11. November 1958 - VI ZR 231/57, VersR 1959, 34, 36; vom 13. Februar 1962 - VI ZR 1 95/61, VersR 1962, 615 , 616 ; vgl. auch BGH, Urteil vom 13. März 2008 - I ZR 116/06, VersR 2008, 1669 Rn. 1 2, 13, 25). Die von der Rechtsbeschwerde angeführten Entscheidungen des VII. und auch des VIII. Zivilsenats stehen dieser Rechtsprechung nicht entgegen. Entweder beziehen sie sich auf den anders lautenden § 639 Abs. 2 BGB aF (BGH, Urteil vom 7. Oktobe r 1982 - VII ZR 334/80, NJW 1983, 162 , 163; vom 15. April 1999 - VII ZR 4 15/97, ZIP 1999, 1132 , 1133 ) oder aber sie stellen auf den späteren Zeitpunkt ab, weil dies ausreichte , um eine rechtzeitige Hemmung annehmen zu können, ohne der anders lautenden Rech tsprechung des VI. Zivilsenats entgegenzutreten (BGH, Urteil vom 28. Novem ber 1984 - VIII ZR 240/83, BGHZ 93, 64 , 66 ff ; vom 26. Oktober 2006 - VII ZR 194/05, NJW 2 007, 5 8 7 Rn. 15). 2 3 - 4 - Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen, weil sie nicht geeignet wäre, zur Klärung der Vorau s- setzungen beizutragen, unter denen eine Revision zuzulassen ist. Kayser Fischer Pape Grupp Möhring Vorinstanzen: LG Ravensburg, Entscheidung vom 30.12.2010 - 1 O 11/07 - OLG Stu ttgart, Entscheidung vom 12.07.2011 - 12 U 17/11 - 4
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