BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZR 130/13 vom 26. Juni 2014 in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: ja BGHZ: nein BGHR: ja InsO § 140 Wird die Genehmigung einer Lastschrift verweigert, hat die Zahlstelle die Bela s- tungsbuchung zum Datum der Belastung z u berichtigen; der Umfang einer Darl e- hensrückführung ist bei einer Anfechtung auf der Grundlage des berichtigten Kont o- standes zu ermitteln. BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 - IX ZR 130/13 - OLG Frankfurt am Main LG Frankfurt am Main - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bunde sgerichtshofs hat durch die Richter Vill, Prof. Dr. Gehrlein , die Richterin Lohmann, den Richter Dr. Pape und die Richt e- rin Möhring a m 26. Juni 2014 beschlossen: Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 19. Zivil senats des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main vom 26. April 2013 wird auf Kosten des Klägers zurückg e- wiesen. Der Wert des Verfahrens der Nichtzulassungsbeschwerde wird auf Gründe: Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung, und weder die Fortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfordert eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 ZPO). Das Berufungsurteil ist nicht in entscheidungserheblicher Weise von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu den Wirkungen eines Lastschrif t- widerrufs abgewichen. Nach ständiger Rechtsprec hung des Bundesgericht s- hofs (BGH, Urteil vom 28. Februar 1977 - II ZR 52/7 5 , BGHZ 69, 82, 84 f; vom 14. Februar 1989 - XI ZR 141/88, WM 1989, 520, 521; vom 20. Juli 2010 1 2 - 3 - - IX ZR 37/09, BGHZ 186, 242 Rn. 6 f; vom 20. Juli 2010 - XI ZR 236/07, BGHZ 186, 269 Rn. 10) gestattet der Forderungsschuldner seinem Gläubiger im Ei n- ziehungsermächtigungsverfahren alter Art, um das es hier noch geht, lediglich die Nutzung des von der Kreditwirtschaft entwickelten technischen Verfahrens des Lastschrifteinzugs. Verweigert er (oder nach einer Anordnung gemäß § 21 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, § 22 Abs. 1 oder 2 InsO statt seiner der vorläufige Inso l- venzv erwalter ) die Genehmigung, indem er der Belastungsbuchung wide r- spricht, muss die Zahlstelle die ausgewiesene Belastung berichtigen ( BGH, U r- teil vom 20. Juli 2010 - XI ZR 236/07, aaO). Sie ist verpflichtet, die ihrem Ku n- den zu Unrecht entzogene Buchposition durch berichtigten Kontenausweis se i- nes Forderungsbestandes wiederherzustellen (BGH, Urteil vom 28. Juni 2012 - IX ZR 219/10, BGHZ 194, 1 Rn. 14). Die Berichtigung kann sich nur auf den Zeitpunkt der Belastungsbuchung beziehen. Ficht der Verwalter die Rückfü h- rung eines Darlehens im "kritischen" Zeitraum der §§ 130, 131 InsO an, ist der Umfang der Rückführung auf der Grundlage des ber ichtigten Kontenausweises zu ermitteln. Das hat das Berufungsgericht nicht verkannt. - 4 - Verfahrensgrundrechte des Klägers wurden nicht verletzt. Von einer we i- teren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen. Vill Gehrlein Lohman n Pape Möhring Vorinstanzen: LG Frankfurt am Main, Entscheidung vom 25.09.2012 - 2 - 32 O 78/12 - OLG Frankfurt am Main, Entscheidung vom 26.04.2013 - 19 U 265/12 - 3
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