BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XII ZR 134/03 vom 22. Februar 2006 in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: ja BGHZ: nein BGHR: ja GKG 247247 41 Abs. 1, 45; ZPO 247 8 a) Bei einem Streit 374ber das Bestehen oder die Dauer eines Mietverh344ltnisses richtet sich der Geb374hrenstreitwert nach 247 41 Abs. 1 GKG, nicht nach 247 8 ZPO. Die Wertberechnung nach 247 8 ZPO ist nur f374r den Zust344ndigkeits- und Rechtsmittelwert (Beschwer) ma337geblich. b) Zur Identit344t des Streitgegenstandes bei einer Klage auf Zahlung von Miet-zins und Feststellung des Fortbestehens des Mietverh344ltnisses im Umfang der zeitlichen Kongruenz (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 17. M344rz 2004 - XII ZR 162/00 - NZM 2004, 423 ). BGH, Beschluss vom 22. Februar 2006 - XII ZR 134/03 - OLG Koblenz LG Trier - 2 - Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 22. Februar 2006 durch die Vorsitzende Richterin Dr. Hahne und die Richter Sprick, Prof. Dr. Wagenitz, Fuchs und Dr. Ahlt beschlossen: Die Gegenvorstellung des Prozessbevollm344chtigten des Beklagten vom 10. Februar 2006 gibt dem Senat keine Veranlassung, die Festsetzung des Geb374hrenstreitwertes in seinem Beschluss vom 11. Januar 2006 zu 344ndern. Gr374nde: 1. Der Geb374hrenstreitwert f374r die Feststellung, dass der Mietvertrag nicht durch die K374ndigung des Beklagten vom 30. Mai 2001 beendet ist, wird nach 247 41 Abs. 1 GKG (247 16 Abs. 1 GKG a.F.) durch den Jahresmietzins von 51.600 DM = 26.383 200 begrenzt, da dieser geringer ist als der Mietzins f374r die streitige Zeit. 1 247 8 ZPO gilt nur f374r den Zust344ndigkeits- und Rechtsmittelwert sowie den Wert der Beschwer, nicht aber f374r den Geb374hrenstreitwert, bei dem 247 41 GKG vorgeht (vgl. Thomas/Putzo/H374337tege ZPO 27. Aufl. 247 8 Rdn. 1). 2 2. Die Verurteilung zu r374ckst344ndigem Mietzins in H366he von 15.246,72 200 erh366ht den Geb374hrenstreitwert nicht, weil sie ausschlie337lich auf die Zeit nach dem 30. Mai 2001 entf344llt, f374r die das (Fort-)Bestehen des Mietverh344ltnisses festgestellt wurde. 3 - 3 - Werden in einer Klage a) durch Leistungsantrag ein Mietzinszahlungsan-spruch und b) durch Feststellungsantrag das Bestehen oder Nichtbestehen des Mietverh344ltnisses geltend gemacht, so sind die beiden Anspr374che einzeln zu bewerten und sodann zu addieren, wenn und soweit der Zeitraum, f374r den Zah-lung verlangt wird, und der Zeitraum, f374r den das Bestehen oder Nichtbestehen des Mietverh344ltnisses festgestellt werden soll, sich nicht decken. Wenn und so-weit sich die Zeitr344ume 374berschneiden, ist allein auf den h366heren Anspruch ab-zustellen, da es sich im Umfang der zeitlichen Kongruenz wirtschaftlich um denselben Gegenstand handelt (Senatsbeschluss vom 2. November 2005 - XII ZR 137/05 - NZM 2006, 138, 139). 4 Dies gilt auch dann, wenn Zahlungs- und Feststellungsbegehren nicht im Verh344ltnis von Klage und Widerklage stehen (247 41 Abs. 1 Satz 3 GKG = 247 19 5 - 4 - Abs. 1 Satz 3 GKG a.F.), vgl. Senatsbeschluss vom 17. M344rz 2004 - XII ZR 162/00 - NZM 2004, 423 unter 2a. Hahne Sprick Wagenitz Fuchs Ahlt Vorinstanzen: LG Trier, Entscheidung vom 15.03.2002 - 5 O 147/01 - OLG Koblenz, Entscheidung vom 06.06.2003 - 8 U 532/02 -
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