BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 142/08 vom 17. M344rz 2009 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 17. M344rz 2009 durch den Vorsitzenden Richter Wiechers, den Richter Dr. Joeres, die Richterin Mayen und die Richter Dr. Gr374neberg und Maihold beschlossen: Die Beschwerde der Kl344gerin gegen die Nichtzulas-sung der Revision in dem Urteil des 17. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 1. April 2008 wird als unzul344ssig verworfen. Die Kl344gerin tr344gt die Kosten des Beschwerdeverfah-rens (247 97 Abs. 1 ZPO). Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens be-tr344gt 19.848,83 200. Gr374nde: Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzul344ssig, weil der Wert der von der Kl344gerin mit der Revision geltend zu machenden Beschwer 20.000 200 nicht 374bersteigt (247 26 Nr. 8 EGZPO, 247 544 ZPO). 1 1. Die Beschwer bestimmt sich f374r die Klagepartei formell nach dem Wert des erfolglosen Klageantrags. Die Kl344gerin ist danach be-schwert durch die Abweisung des Zahlungsantrags in H366he von 5.048,34 200, der negativen Feststellungsklage mit dem Nennbetrag der 2 - 3 - verbliebenen Darlehensforderung von 14.600,49 200 und des Antrags auf Feststellung des Annahmeverzuges mit 200 200. Die Beschwer der Kl344ge-rin von insgesamt 19.848,83 200 erreicht damit den in 247 26 Nr. 8 EGZPO verlangten Wert nicht. 3 2. Bei der Bemessung des Beschwerdewerts nach 247 2 ZPO sind von dem Feststellungsantrag erfasste Zinsen in H366he eines kapitalisier-ten Wertes von 5.840,20 200 gem344337 247 4 Abs. 1 Halbs. 2 ZPO nicht zu be-r374cksichtigen, da sie neben der Hauptforderung geltend gemacht wer-den. Daf374r ist ohne Bedeutung, ob Zinsen kapitalisiert oder als Prozent-satz der Hauptforderung beziffert werden (allg. Ansicht; vgl. BGH, Be-schl374sse vom 25. M344rz 1998 - VIII ZR 298/97, WM 1998, 1293, 1294, vom 15. Februar 2000 - XI ZR 273/99, NJW-RR 2000, 1015 und vom 26. Februar 2002 - XI ZR 326/01 - juris, Tz. 5, jeweils m.w.N.). Soweit die zugrundeliegende Hauptforderung im selben Verfahren rechtsh344ngig ist, bleibt der Wert von Zinsen bei der Bestimmung der Beschwer nach 247 4 Abs. 1, 247 2 ZPO au337er Betracht. Die Klageart ist dabei ohne Bedeu-tung (Stein/Jonas/Roth, ZPO, 22. Aufl., 247 4 Rn. 31). 3. Auch die von der Beschwerde genannten Entscheidungen be-st344tigen dies. Der Senat hat in dem Beschluss vom 15. Februar 2000 (XI ZR 273/99, NJW-RR 2000, 1015) darauf hingewiesen, dass Betr344ge, die als Verg374tung f374r die Nutzung der dem Schuldner zugeflossenen Hauptsumme verlangt werden, Nebenforderungen im Sinne von 247 4 Abs. 1 ZPO sind. Auch die Beschl374sse des Bundesgerichtshofs vom 29. April 1971 (KostRsp., ZPO 247 4 Nr. 30 - III ZR 142/70) und vom 28. September 1992 (KostRsp., ZPO 247 4 Nr. 74 - II ZR 277/90) gehen 374bereinstimmend von dem Grundsatz aus, dass Zinsen den Streitwert 4 - 4 - nicht erh366hen. Zinsen sind danach nur dann nicht als Nebenforderungen anzusehen, wenn - anders als im vorliegenden Fall - die Hauptforderung nicht anh344ngig ist oder der Zinsanspruch auf einem von der Hauptfor-derung unabh344ngigen Schuldgrund beruht. Wiechers Joeres Mayen Gr374neberg Maihold Vorinstanzen: LG Karlsruhe, Entscheidung vom 10.07.2006 - 4 O 818/04 - OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 01.04.2008 - 17 U 128/07 -
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