BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZR 148/04 vom 1. Februar 2007 in dem Rechtsstreit - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Gero Fischer, die Richter Vill und Cierniak, die Richterin Lohmann und den Richter Dr. Detlev Fischer am 1. Februar 2007 beschlossen: Die Anh366rungsr374ge der Kl344gerin gegen den Senatsbeschluss vom 26. Oktober 2006 wird zur374ckgewiesen. Die Kosten des R374geverfahrens hat die Kl344gerin zu tragen. Gr374nde: Die Anh366rungsr374ge ist unbegr374ndet. Die Gerichte sind nach Art. 103 Abs. 1 GG verpflichtet, das Vorbringen der Parteien zur Kenntnis zu nehmen und in Erw344gung zu ziehen. Hingegen ist es nicht erforderlich, alle Einzelpunkte des Parteivortrags in den Gr374nden der Entscheidung auch ausdr374cklich zu be-scheiden (BVerfGE 96, 205, 216 f). Der Senat hat in dem Beschluss vom 26. Oktober 2006 die von der Anh366rungsr374ge der Kl344gerin umfassten Angriffe der Nichtzulassungsbeschwerde in vollem Umfang darauf gepr374ft, ob sie eine Zulassung der Revision rechtfertigen. Er hat die geltend gemachten Zulas-sungsgr374nde s344mtlich f374r nicht durchgreifend erachtet und insoweit seinem die Beschwerde zur374ckweisenden Beschluss eine den Kern der Angriffe betreffen-de Begr374ndung (247 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 1 ZPO) beigef374gt. Von einer wei-terreichenden Begr374ndung hat er gem344337 247 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 abge- 1 - 3 - sehen. Sie ist auch in dem jetzigen Verfahrensabschnitt in entsprechender An-wendung des 247 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO nicht veranlasst. Weder aus 247 321a Abs. 4 Satz 5 ZPO, nach dem der Beschluss kurz begr374ndet werden soll, noch unmittelbar aus dem Verfassungsrecht ergibt sich eine Verpflichtung zu einer weitergehenden Begr374ndung der Entscheidung. Ansonsten h344tte es eine Partei in der Hand, mittels einer Anh366rungsr374ge nach 247 321a ZPO die Be-stimmung des 247 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO im Nichtzulassungsbe-schwerdeverfahren auszuhebeln. Nach der Gesetzesbegr374ndung kann jedoch eine Geh366rsr374ge gegen die Entscheidung 374ber eine Nichtzulassungsbeschwer-de nicht dazu eingelegt werden, eine Begr374ndungserg344nzung herbeizuf374hren (vgl. BT-Drucks. 15/3706 S. 16; BGH, Beschl. v. 24. Februar 2005 - III ZR 263/04, NJW 2005, 1432, 1433; v. 28. Juli 2005 - III ZR 443/04, NJW-RR 2006, 63, 64; v. 6. Oktober 2005 - IX ZR 120/03; siehe ferner BGH, Beschl. v. 19. Januar 2004 - II ZR 108/02, WM 2004, 1894, 1895). Dr. Gero Fischer Vill Cierniak Lohmann Dr. Detlev Fischer Vorinstanzen: LG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 27.11.2002 - 3/9 O 202/01 - OLG Frankfurt/Main, Entscheidung vom 06.07.2004 - 5 U 12/03 -
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