BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZR 188/05 vom 6. Juli 2006 in dem Rechtsstreit - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Dr. Fischer, die Richter Dr. Ganter, Raebel, Cierniak und die Richterin Lohmann am 6. Juli 2006 beschlossen: Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision zur H366he des zuerkannten Anspruchs in dem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe - 13. Zivilsenat in Freiburg - vom 26. Oktober 2005 wird auf Kosten der Beklagten zur374ckgewiesen. Der Wert des Beschwerdegegenstandes betr344gt 1.278.229,70 200. Gr374nde: Die Nichtzulassungsbeschwerde ist statthaft und auch im 334brigen zul344s-sig. Sie ist jedoch unbegr374ndet; weder hat die Rechtssache grunds344tzliche Be-deutung noch erfordert die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts (247 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). 1 Das Berufungsgericht hat Art. 103 Abs. 1 GG nicht dadurch verletzt, dass es die von den Kl344gerinnen in zweiter Instanz vorgetragene "v366llig neue Scha-densberechnung" (NZBB 2) als unstreitig behandelt hat. Die Frage, ob ein sp344-teres Vorbringen einer Partei bereits durch vorangegangenes gegenteiliges Vorbringen des Gegners als bestritten zu gelten hat, ist eine Frage des Einzel- 2 - 3 - falls (BVerfG NJW 1992, 679, 680; BGH, Urt. v. 15. Mai 2001 - VI ZR 55/00, NJW-RR 2001, 1294). Diese Ma337st344be hat das Berufungsgericht ersichtlich nicht verkannt und das von ihm festgestellte prozessuale Verhalten der Beklag-ten auf den entsprechenden Vortrag im Schriftsatz der Kl344gerinnen vom 21. April 2004 unter 247 138 Abs. 3 ZPO subsumiert. Dagegen sch374tzt Art. 103 Abs. 1 GG nicht. In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist gekl344rt, dass 247 324 Abs. 1 BGB a.F. auch dann anzuwenden ist, wenn der K344ufer das Risiko eines Leistungshindernisses 374bernommen hat (BGH, Urt. v. 16. Februar 1956 - II ZR 141/54, LM 247 324 BGB Nr. 1; v. 7. Februar 1969 - V ZR 112/65, NJW 1969, 837, 838; v. 1. Juni 1979 - V ZR 80/77, NJW 1979, 1818, 1820; v. 25. M344rz 1998 - VIII ZR 244/97, NJW 1998, 2284, 2286). Die Frage, ob der hier ge-schlossene Vertrag in diesem Sinne auszulegen ist, betrifft ausschlie337lich den zu beurteilenden Einzelfall und weist keine rechtsgrunds344tzliche Bedeutung auf. 3 - 4 - Von einer weiter gehenden Begr374ndung wird gem344337 247 544 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen. 4 Fischer Ganter Raebel Cierniak Lohmann Vorinstanzen: LG Freiburg, Entscheidung vom 06.11.2003 - 1 O 66/03 - OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 26.10.2005 - 13 U 138/03 -
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