ECLI:DE:BGH:2018:160118BXIZR477.17.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 477/17 vom 16. Januar 2018 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichts hofs hat am 16. Januar 2018 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. Ellenber ger, die Richter Dr. Grüneberg und Maihold sowie die Richter innen Dr. Menges und Dr. Derstadt beschlossen: Das Urteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Dresden vom 30. Juni 2017 wird wegen offenbarer Unrichtigkeit (§ 319 Abs. 1 ZPO) im Tenor dahin berichtigt, dass es unter " I. " anstelle " Auf die Berufu ng der Kläger " zutreffend heißt: " Auf die Berufung der B e- klagten " . Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Rev i- sion in dem Urteil des 5. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Dre s- den vom 30. Juni 2017 wird zurückgewiesen, weil die Rechtss a- che k eine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revis ionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Das gilt auch, soweit das Berufungsgericht Art. 229 § 38 Abs. 3 Satz 1 EGBGB so verstanden hat, ein von dieser Vorschrift erfas s- tes Widerrufsrecht habe bis zum Ablauf des 21. Juni 2016 ausg e- übt werden können , wobei zur Fristwahrung die rechtzeitige A b- sendung bis zum Ablauf des 21. Juni 2016 genügte (§ 355 A bs. 1 Satz 2 Ha lbsatz 2 BGB in der bis zum 10. Juni 2010 geltenden Fassung) . Sowohl der Wortlaut der Vorschrift ( " drei Monate nach dem 21. März 2016 " ) als auch eine systematische Zusamme n- schau mit Art. 229 § 38 Abs. 3 Satz 2 EGBGB , demzufolge der - 3 - A b lauf de s dort genannten Tages entscheidet, als auch die G e- setzgebungsgeschichte ( BT - Drucks. 18/7584, S. 146: " also mit A b lauf des 21. Juni 2016 " ) füh ren zu diesem Ergebnis ( ebenso BVerfG, WM 2016, 1431, 1433 und WM 2016, 1434, 1437 ; OLG Stuttgart, ZIP 2017, 1459 f.; Kreße, WM 2017, 1485, 1490; Krumscheid, EWiR 2017, 453, 454 ; Palandt/Weidenkaff, BGB, 77. Aufl., Art. 229 § 38 EGBGB Rn. 5 ) . Soweit in der Literatur (O m lor, NJW 2016, 1265, 1267 f.; ders., BKR 2017, 123 ; Spitzer, MDR 2016, 1297, 1301 f. ) und von der l andgerichtlichen Rech t- sprechung (LG Essen, Urteil vom 8. Dezember 2016 6 O 383/16, juris Rn. 82 ff. ; LG Köln, BKR 2017, 300 Rn. 12 f. ; LG Stuttgart, BKR 2017, 121, 122 ) wegen des Inkrafttreten s der Änderung des Einführungsgesetzes zum B ürgerlichen Gesetz buche gemäß Art. 16 Abs. 1 des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilie n- kreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11. März 2016 (BGBl I S. 396) am 21. März 2016 um 0.00 Uhr unter Verweis auf § 187 Abs. 2 Satz 1 BGB anderes ve r- tr eten wird, steht dem die Auslegung des Art. 229 § 38 Abs. 3 Satz 1 EGBGB anhand der genannten Auslegungskriterien entg e- gen. Im Übrigen lassen die Ausführungen des Berufungsgerichts zu § 242 BGB erkennen, dass es die konkreten Umstände des Ei n- zelfalls in d en Blick genommen und gewürdigt hat. Zulassungsr e- levante Rechtsfehler sind ihm dabei nicht unterlaufen. Von einer weiteren Begründung wird ge mäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen. - 4 - Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs . 1 ZPO). Der Gegenstandswert des Beschwe rdeverfahrens beträgt bis 155 .000 Ellenberger Grüneberg Maihold Menges Derstadt Vorinstanzen: LG Dresden, Entscheidung vom 28.10.2016 - 9 O 1443/16 - OLG Dresden, Entscheidung vom 30.06.2017 - 5 U 1681/16 -
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