ECLI:DE:BGH:2019:090419BXIZR511. 18.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 511/18 vom 9. April 2019 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bun desgerichtshofs hat am 9. April 2019 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. Ellenbe rger, die Richter Dr. Grüneberg und Maihold sowie die Richterinne n Dr. Menges und Dr. Derstadt beschlossen: Die Nichtzulassungsbeschwerde des Klägers gegen den Be- schluss des 6. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 14. August 2018 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts so- wie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Ent- scheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). In der Rechtsprechung des Senats ist geklärt, dass eine inhaltlich den gesetzlichen An forderungen entsprechende Widerrufsbeleh- rung nicht dadurch undeutlich wird , dass die Vertragsunterlagen an anderer, drucktechnisch nicht hervorgehobener Stelle einen in- haltlich nicht ordnun gsgemäßen Zusatz enthalten (Senatsu rteil vom 10. Oktober 2017 - XI ZR 443/16, WM 2017, 2248 Rn. 25). Erst recht gilt dies ohne Rücksicht auf die Art ihrer Gestaltung , soweit Zusätze außerhalb der Widerrufsbelehrung zwar eine unzu- lässige und damit unwirksame Abweichung von Vorschriften des Verbraucherschutzrechts aufweisen , aber nicht in Zusammenhang mit der Unterrichtung über das Widerrufsrecht als solches stehen. Dass in d en Darlehensvertrag einbezogene Allgemeine Ge- schäftsbedingungen eine unwirksame Regelung zu einer Be- schränkung der Aufrechnungsbefugnis enthalten , ist d amit für die Ordnungsmäßigkeit der Widerrufsbelehrung ohne Auswirkung. - 3 - Das gilt unbeschadet des Umstands, dass im konkreten Fall nach § 1 Abs. 1 Nr. 10, Abs. 4 BGB - InfoV in der bis zum 10. Juni 2010 geltenden Fassung eine Belehrung über die Widerrufsfolgen zu er- teilen war. Entsprechend steht die obergerichtliche Rechtsprechung auf dem Standpunkt, eine nach Maßgabe des Senatsurteils vom 20. März 2018 (XI ZR 309/16, BGHZ 218, 132 Rn. 12 ff. ) unwirksame Klausel beei nträchtige die Deutlichkeit bzw. Klarheit un d Verständ- lichkeit der Unterrichtung über das Widerrufsrecht nicht ( für die Widerrufsbelehrung OLG Schleswig, Urteil vom 9. August 2018 5 U 43/18, juris Rn. 45 ; für die Widerrufsinformation OLG Brandenburg, Urteil vom 18. Juli 2018 4 U 140/17, juris Rn . 19 ff.; OLG Frankfurt am Main, Beschlüsse vom 3. Mai 2018 23 U 91/17, juris Rn. 26 und ZIP 2019, 166, 167 f.; OLG Köln, Beschlüsse vom 13. September 2018 - 24 U 71/18, juris Rn. 9, vom 18. Oktober 2018 4 U 90/18, juris Rn. 4 ff. , vom 22. Oktober 2018 24 U 106/18, juris Rn. 16 und vom 10. Januar 2019 12 U 90/18, juris Rn. 23 ff.; OLG Stuttgart, Beschluss vom 4. Februar 2019 6 U 88/18, juris Rn. 30 ff.). Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen. - 4 - Der K läger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Der Gegenstandswert des Beschwerde verfahrens beträgt bis 40.000 Ellenberger Grüneberg Maihold Menges Derstadt Vorinstanzen: LG Tübingen, Entscheidung vom 26.01.2018 - 4 O 126/17 - OLG Stuttgart, Entscheidung vom 14.08.2018 - 6 U 45/18 -
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