ECLI:DE:BGH:2019:180619BXIZR520.18.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 520/18 vom 18. Juni 2019 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 18. Juni 2019 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Grüneberg und Maihold sowie die Richterinn en Dr. Menges und Dr. Derstadt beschlossen: Die Nichtzulassungsbeschwerde der Klägerin gegen den Be- schluss des 30. Zivilsenats des Oberlandesgerichts München vom 10. August 2018 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbildung des Rechts so- wie die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Ent- scheidung des Revisionsgerichts nicht erfordern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Insbesondere ist keine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union (künftig: EuG H) gemäß Art. 267 Abs. 3 AEUV zur Klärung der von der Nichtzulassungsbeschwerde auf- geworfenen Frage erforderlich, da der EuGH den Begriff des ding- lichen Rechts im Sinne von Art. 24 Nr. 1 der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2012 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil - und Handelssachen bereits au sgelegt hat (Urteil vom 16. November 2016 C - 417/15, Schmidt , NJW 2017, 315 ) und nach den Maßga- ben dieses Urteils die vorliegende Klage nicht auf ein dingliches Recht an einer unbeweglichen Sache gestützt ist. Denn die Kläge- rin stützt ihre mit der Klage geltend gemachten Ansprüche auf deutsches Recht, nach dem im Fall des Widerrufs einer auf den Abs chluss eines Darlehensvertrags gerichteten Willenserklärung der Anspruch des Darlehensnehmers auf Rückgewähr der zur Si- - 3 - cherung des Darlehensgebers bestellten Grundschuld ein schuld- rechtlicher Anspruch ist, der aus der Sicherungsabrede fo lgt (vgl. Senatsurt eile vom 19. September 2017 XI ZR 523/15, juris Rn. 21 und vom 10. Juli 2018 XI ZR 500/16, juris Rn. 9; Pa- landt/Herrler, BGB, 78. Aufl., § 1191 Rn. 26), die ihrerseits durch die Erklärung des Widerrufs der auf den Abschluss des Darle- hensvertrags gerich teten Willenserklärung nicht automatisch weg- fällt, da sie regelmäßig auch die Ansprüche aus einem Rü ckge- währschuldverhältnis nach § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der bis zum 12. Juni 2014 geltend en Fassung in Verbindung mit §§ 346 ff. BGB erfasst (vgl. nur Sena tsurteile vom 28. Oktober 2003 XI ZR 263/02, WM 2003, 2410, 2411 f. und vom 26. September 2006 XI ZR 358/04, ZGS 2007, 26 Rn. 37; Senatsbeschluss vom 17. Januar 2017 XI ZR 170/16, BKR 2017, 152 Rn. 7). Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 A bs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen. Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). - 4 - Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt bis 50.000 Ellenberger Grüneberg Maihold Menges Derstadt Vorinstanzen: LG Augsburg, E ntscheidung vom 20.07.2017 - 23 O 2198/16 - OLG München in Augsburg, Entscheidung vom 10.08.2018 - 30 U 2735/17 -
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