ECLI:DE:BGH:2018:150518BXIZR530.17.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 530/17 vom 15. Mai 2018 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. Mai 2018 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Grüneberg und Dr. Matthias sowie die Richteri nnen Dr. Derstadt und Dr. Dauber beschlossen: Die Revision der Kläger gegen das Urteil des 16. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 21. Juli 2017 wird durch ei n- stimmigen Beschluss zurückgewiesen. Von den Kosten des Revisionsverfahren s tragen der Kläger zu 1) 88%, der Kläger zu 2) 8% und die Klägerin zu 3) 4%. Der Gegenstandswert für das Revisionsverfahren beträgt bis 380.000 Gründe: Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung , weder die Fortbi l- dung des Rechts noch die Sicherung e iner einheitlichen Rechtsprechung erfo r- dern eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg (§ 5 5 2a Satz 1 ZPO). Zur Begründung nimmt der Senat Bezug auf das Schreiben des Vorsi t- zenden vom 6. März 2018 (§ 552a Satz 2, § 522 Abs. 2 Satz 3 ZPO). Das Vo r- bringen der Kläger in ihrem Schriftsatz vom 26. März 2018 führt zu keiner a b- weichenden Beurteilung. 1 2 - 3 - Entgegen der Auffassung de r Kläger steht der Entscheidung des Senats zum Einwand der S taatenimmunität auch nicht entgegen, dass der österreich i- sche OGH (Beschluss vom 25. April 2017 10 Ob 34/16x, RdW 2017/270 S. 405) ein Vorabentscheidungsersuchen zum Begriff des Erfüllungsortes im Sinne von Art. 7 Nr. 1 Buchst. a der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 des Eur o- päischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2012 über die gerichtl i- che Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil - und Handelssachen an den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) gerichtet ha t und die Abgrenzung zwischen hoheitlicher und nicht - hoheitlicher Tätigkeit von unmittelbarer Relevanz für den Anwendungsbereich der Verordnung Nr. 1215/2012 ist, da diese nach ihrem Art. 1 Abs. 1 Satz 2 in s- besondere nicht für die Haftung des Staates für H andlungen oder Unterlassu n- gen im Rahmen der Ausübung hoheitlicher Rechte (acta iure imperii) gilt. Denn das Vorliegen der Gerichtsbarkeit nach den Grundsätzen der Staatenimmunität und die internationale Zuständigkeit des angerufenen Gerichts sind zwei ve r- s chiedene Prozessvoraussetzungen und die Verordnung Nr. 1215/2012 ei n- schließlich ihres Art. 1 regelt nur die zweite dieser beiden Voraussetzungen (vgl. Schlussanträge des Generalanwalts Ruiz - Jarabo Colomer vom 8. Novem - ber 2006 in der Sache C - 292/05 Lecho uritou u.a., Rn. 76 ff.; Dutta, ZZPInt 11 (2006), 208, 217 ff.; Geimer, Internationales Zivilprozessrecht, 7. Aufl., Rn. 643 f.; Geimer IPRax 2008, 225, 226; Kropholler/von Hein, Europäisches Zivilprozessrecht, 9. Aufl., Vor Art. 33 EuGVO Rn. 5; Schlosser/ Hess, EU Zivilprozessrecht, 4. Aufl., Vor Art. 4 - 35 EuGVVO Rn. 2; Wagner, RIW 3 - 4 - 2014, 260 f.; Rohner/Lerch in Basler Kommentar zum Lugano - Übereinkommen, 2. Aufl., Art. 1 Rn. 10 f. ; Acocella in Schnyder, Lugano - Übereinkommen, 2011, Art. 1 Rn. 31, Vorbem. Art. 2 Rn. 2; Watt/Pataut, Rev.crit.DIP 97 (2008), 61, 68 f.; Pataut, Rev.crit.DIP 102 (2013), 223, 226 f.). Ellenberger Grün e berg Matthias Derstadt Dauber Vorinstanzen: LG Wuppertal, Entscheidung vom 26.04.2016 - 5 O 218/14 - OLG Düsseldorf, Entscheidung vom 21.07.2017 - I - 16 U 85/16 -
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