ECLI:DE:BGH:2018:150518BXIZR629.17.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 629/17 vom 15. Mai 2018 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. Mai 2018 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, die Richter Dr. Grüneberg und Dr. Matthias sowie die Richterin nen Dr. Derstadt und Dr. Dauber beschlossen: Die Revision des Klägers gegen das Urteil des 10 . Zivilsenats des Kammergerichts in Berlin vom 11. September 2017 wird durch einstimmigen Beschluss zurückgewiesen. Der Kläger trägt die Kosten des Revisionsverf ahren s . Der Gegenstandswert für das Revisionsverfahren beträgt bis 10.000 Gründe: Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung , weder die Fortbi l- dung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfo r- dern eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO) und die Revision hat auch keine Aussicht auf Erfolg (§ 5 5 2a Satz 1 ZPO). Zur Begründung nimmt der Senat Bezug auf das Schreiben des Vorsi t- zenden vom 6. März 2018 (§ 552a Satz 2, § 522 Abs. 2 Satz 3 ZPO). Da s Vo r- bringen des Klägers in seinem Schriftsatz vom 26. März 2018 führt zu keiner abweichenden Beurteilung. 1 2 - 3 - Entgegen der Auffassung des Klägers steht der Entscheidung des S e- nats zum Einwand der Staatenimmunität auch nicht entgegen, dass der öste r- reichisc he OGH (Beschluss vom 25. April 2017 10 Ob 34/16x, RdW 2017/270 S. 405) ein Vorabentscheidungsersuchen zum Begriff des Erfüllungsortes im Sinne von Art. 7 Nr. 1 Buchst. a der Verordnung (EU) Nr. 1215/2012 des Eur o- päischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2012 über die gerichtl i- che Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil - und Handelssachen an den Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) gerichtet hat und die Abgrenzung zwischen hoheitlicher und nicht - hoheit licher Tätigkeit von unmittelbarer Relevanz für den Anwendungsbereich der Verordnung Nr. 1215/201 2 ist, da diese nach ihrem Art. 1 Abs. 1 Satz 2 in s- besondere nicht für die Haftung des Staates für Handlungen oder Unterlassu n- gen im Rahmen der Ausübung hoheit licher Rechte (acta iure imperii) gilt. Denn das Vorliegen der Gerichtsbarkeit nach den Grundsätzen der Staatenimmunität und die internationale Zuständigkeit des angerufenen Gerichts sind zwei ve r- schiedene Prozessvoraussetzungen und die Veror dnung Nr. 1215 /2012 ei n- schließlich ihres Art. 1 regelt nur die zweite dieser beiden Voraussetzungen (vgl. Schlussanträge des Generalanwalts Ruiz - Jarabo Colomer vom 8. November 2006 in der Sache C - 292/05 - Lechouritou u.a., Rn. 76 ff.; Dutta, ZZPInt 11 (200 6), 208, 217 f f.; Geimer, Internationales Zivilprozess recht, 7. Aufl., Rn. 643 f.; Geimer IPRax 2008, 225, 226; Kropholler/von Hein, Europ ä- isches Zivilprozessrecht, 9. Aufl., Vor Art. 33 EuGVO Rn. 5; Schlosser /Hess, EU - Zivilprozessrecht, 4. Aufl., Vor Art. 4 - 35 EuGVVO R n. 2; Wagner, RIW 2014, 260 f.; Rohner/Lerch in Basler Kommentar zum Lugano - Übereinkommen, 2. Aufl., Art. 1 Rn. 10 f. ; Acocella in Schny der, Lugano - Übereinkommen, 2011, 3 - 4 - Art. 1 Rn. 31, Vorbem. Art. 2 Rn. 2; Watt/Pataut, Rev.crit.DIP 97 (2008), 61, 68 f. ; Pataut, Rev.crit.DIP 102 (2013), 223, 226 f.). Ellenberger Grüneberg Matthias Derstadt Dauber Vorinstanzen: LG Berlin, Entscheidung vom 30.09.2015 - 36 O 59/14 - KG Berlin, Entscheidung vom 11.09.2017 - 10 U 173/15 -
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