ECLI:DE:BGH:2017:260917BXIZR78.16.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 78/16 vom 26. September 2017 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. September 2017 durch den V izepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger , den Richter Dr. Joeres sowie die Richter innen Dr. Menges, Dr. Derstadt und Dr. Dauber beschlossen: Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Rev i- sion in dem Urteil des 14. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom 27. Januar 2016 wird zurückgewiesen, weil die Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung hat und die Fortbi l- dung des Rechts sowie die Sicherung einer einheitlichen Rech t- sprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts nicht erfo r- dern (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Der Anspruch aus § 812 Abs. 1 Satz 1 Fall 1 BGB auf Rückza h- lung unbilliger Entgelte entsteht im Sinne von § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB nicht erst mit Rechtskraft des Urteils, das die Unbilligkeit feststellt, sondern bereits mit Zahlung des überhöhten Entgelts (BGH, Beschluss vom 23. Juni 2009 - EnZR 49/08, BeckR S 2009, 22099, Rn. 4 mwN). Auch im Falle unwirksamer Zinsanpassung s- klauseln, bei denen die bestehende Regelungslücke im Wege e r- gänzender Vertragsauslegung ohne Rückgriff auf §§ 315, 316 BGB zu schließen ist (BGH, Urteil vom 14. März 2017 XI ZR 508/15, WM 2017, 808 Rn. 19 ff.), entsteht ein etwaiger Bereich e- rungsanspruch nicht erst mit Rechtskraft des Urteils, das auf die rechtmäßige Zinsanpassung erkennt. Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbs. 2 ZPO abgesehen. - 3 - Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt bis 230.000 Ellenberger Joeres Menges Derstadt Dauber Vorinstanzen: LG Kleve, Entscheidung vom 14.10.2014 - 4 O 288/13 - OLG Düsseldorf, En tscheidung vom 27.01.2016 - I - 14 U 181/14 -
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