BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XII ZR 86/04 vom 25. Januar 2006 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 25. Januar 2006 durch die Richter Sprick, Fuchs, Dr. Ahlt, die Richterin Dr. V351zina und den Richter Dose beschlossen: Die Beschwerde der Kl344gerin gegen die Nichtzulassung der Revi-sion in dem Urteil des 9. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Naumburg vom 20. April 2004 wird zur374ckgewiesen, weil die Rechtssache weder grunds344tzliche Bedeutung hat noch die Fort-bildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Recht-sprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfordert (247 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Die Auslegung von Vertr344gen ist grunds344tzlich dem Tatrichter vor-behalten. Dessen Auslegung ist f374r das Revisionsgericht bindend, wenn sie rechtsfehlerfrei vorgenommen worden ist und zu einem vertretbaren Auslegungsergebnis f374hrt, auch wenn ein anderes Auslegungsergebnis m366glich erscheint oder sogar n344her liegt. Die Auslegung durch den Tatrichter kann deshalb vom Revisionsge-richt grunds344tzlich nur darauf 374berpr374ft werden, ob der Ausle-gungsstoff vollst344ndig ber374cksichtigt worden ist, ob gesetzliche oder allgemein anerkannte Auslegungsregeln, die Denkgesetze oder allgemeine Erfahrungss344tze verletzt sind oder ob die Ausle-gung auf einem im Revisionsverfahren ger374gten Verfahrensfehler beruht (Senatsurteil vom 8. Oktober 2003 - XII ZR 50/02 - ZIP 2003, 2155, 2157). Das Berufungsgericht ist ohne revisionsrechtlich relevanten Aus-legungsfehler (dazu m.w.N. Senatsurteile vom 16. Februar 2005 - XII ZR 216/02 - ZMR 2005, 520 ff. und vom 8. Oktober 2003 - 3 - aaO) bei Auslegung der Vereinbarung der Parteien vom 16. Dezember 2000 zu einem anderen - aber vertretbaren - Er-gebnis gekommen als die Berufungsgerichte in den Verfahren XII ZR 239/04, XII ZR 43/05 und XII ZR 47/05. Der Umstand, dass Berufungsgerichte die gleiche Vereinbarung unterschiedlich aus-gelegt haben, stellt keinen Zulassungsgrund dar (BGH, Urteil vom 25. Mai 1970 - II ZR 118/69 - NJW 1970, 1549; M374nchKomm- Wenzel, ZPO, 2. Aufl. Aktualisierungsband, 247 543 Rdn. 8). Von einer n344heren Begr374ndung wird gem344337 247 544 Abs. 4 Satz 2, 2. Halbs. ZPO abgesehen. Die Kl344gerin tr344gt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (247 97 Abs. 1 ZPO). Sprick Fuchs Ahlt V351zina Dose Vorinstanzen: LG Halle, Entscheidung vom 19.11.2003 - 11 O 120/03 - OLG Naumburg, Entscheidung vom 20.04.2004 - 9 U 163/03 -
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