BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS II ZA 1/07 vom 2. Juni 2008 in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: ja BGHZ: nein BGHR: nein EGBGB Art. 229 247 12 Abs. 2 Zur Auslegung der besonderen 334berleitungsvorschrift des Art. 229 247 12 Abs. 2 EGBGB bei der Berechnung der Verj344hrungsfristen f374r "Altf344lle" der Kapitalaufbrin-gung im GmbH-Recht. BGH, Beschluss vom 2. Juni 2008 - II ZA 1/07 - OLG K366ln LG Bonn - 2 - Der II. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat am 2. Juni 2008 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Goette und die Richter Dr. Kurzwelly, Kraemer, Caliebe und Dr. Drescher beschlossen: Der Antrag des Beklagten zu 2 auf Gew344hrung von Prozesskos-tenhilfe f374r das Revisionsverfahren wird zur374ckgewiesen. Gr374nde: Die beabsichtigte Rechtsverfolgung bietet keine hinreichende Aussicht auf Erfolg (247 114 ZPO). 1 Die Revision ist zwar vom Berufungsgericht zugelassen worden. Jedoch m374sste der Senat sie im Falle der - vom Beklagten zu 2 beabsichtigten - Einle-gung durch Beschluss gem344337 247 552 a ZPO zur374ckweisen, weil die Vorausset-zungen f374r ihre Zulassung nicht vorliegen und sie auch keine Aussicht auf Er-folg h344tte (st.Rspr., vgl. Sen.Beschl. v. 26. November 2007 - II ZA 14/06, ZIP 2008, 217 m.w.Nachw.). 2 I. Ein Grund, die Revision gegen das angefochtene Urteil zur Kl344rung der vom Berufungsgericht f374r h366chstrichterlich kl344rungsbed374rftig erachteten Rechts-frage zur Auslegung der 334berleitungsvorschrift des Art. 229 247 12 Abs. 2 EGBGB zuzulassen, besteht nicht mehr. Denn der Senat hat - zeitlich nach dem Erlass des Berufungsurteils - die im vorliegenden Fall im Zusammenhang mit der 334berleitungsbestimmung des Art. 229 247 12 Abs. 2 Satz 2 EGBGB ent-scheidungsrelevante Rechtsfrage, wie der vor dem 15. Dezember 2004 abge-laufene, in die zehnj344hrige Verj344hrungsfrist des 247 19 Abs. 6 GmbHG n.F. einzu- 3 - 3 - rechnende Zeitraum zu ermitteln ist, zwischenzeitlich bereits entschieden. Durch Urteil vom 11. Februar 2008 (II ZR 171/06, ZIP 2008, 643) hat der Senat in einem Rechtsstreit mit gleichgelagerter Konstellation und identischer Proble-matik ausgesprochen: "F374r den fr374her der regelm344337igen 30-j344hrigen Verj344hrung (247 195 BGB a.F.) unterliegenden Anspruch der GmbH auf Leistung der Einlagen (247 19 Abs. 1 GmbHG) galt seit Inkrafttreten des Schuldrechtsmoder-nisierungsgesetzes am 1. Januar 2002 zun344chst die auf drei Jahre verk374rzte Regelverj344hrung gem344337 247 195 BGB n.F., bis durch Art. 13 des Verj344hrungsanpassungsgesetzes die spezielle, zehnj344hrige Ver-j344hrungsneuregelung des 247 19 Abs. 6 GmbHG n.F. mit Wirkung ab 15. Dezember 2004 in Kraft trat." (Leitsatz c) "Die f374r "Altf344lle" noch nicht verj344hrter Einlageforderungen der GmbH ma337gebliche besondere 334berleitungsvorschrift des Art. 229 247 12 Abs. 2 EGBGB ist verfassungskonform dahin auszulegen, dass in die ab 15. Dezember 2004 laufende neue zehnj344hrige Verj344hrungsfrist des 247 19 Abs. 6 GmbHG lediglich die seit Inkrafttreten des Schuld-rechtsmodernisierungsgesetzes, mithin ab 1. Januar 2002 verstriche-nen Zeitr344ume der zuvor geltenden dreij344hrigen Regelfrist des 247 195 BGB n.F. einzurechnen sind." (Leitsatz b) II. Das Berufungsgericht (ZIP 2007, 819) hat die Sache hinsichtlich der im zweiten Rechtszug allein umstrittenen Verj344hrungsproblematik in 334berein-stimmung mit diesen vom Senat aufgestellten Rechtsgrunds344tzen zutreffend dahingehend entschieden, dass im vorliegenden Fall die vom Beklagten zu 2 4 - 4 - erhobene Einrede der Verj344hrung nicht durchgreift und dementsprechend seine Berufung gegen das der Zahlungsklage auch in H366he von 57.520,34 200 nebst Zinsen stattgebende Landgerichtsurteil zur374ckzuweisen ist. Goette Kurzwelly Kraemer Caliebe Drescher Vorinstanzen: LG Bonn, Entscheidung vom 23.11.2005 - 16 O 70/04 - OLG K366ln, Entscheidung vom 11.01.2007 - 18 U 232/05 -
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