BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS III ZR 16 5 /13 vom 27. November 2013 in dem Rechtsstreit - 2 - Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 27. November 2013 durch den V izepräsidenten Schlick und die Richter Dr. Herrmann, Wöstmann, Seiters und Reite r beschlossen: Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Rev i- sion in dem Beschluss des Oberlandesgerichts München - 19 . Z i- vilsenat - vom 5 . April 2013 - 19 U 4756 /12 - wird zurückgewiesen. Die Kläger in hat die Kosten des Beschwerdeverfahr ens zu tragen. Streitwert: 39.717 Gründe: Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch i st eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur F or t- bildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechts prechung e r- forderlich (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Insbesondere ist die von der Beschwerde als rechtsgrundsätzlich aufg e- worfene Frage, ob Ansprüche aus einem Vertragsverhältnis, aufgrund dessen ein Steuerberater als Mittelverwendungskontrolleur tät ig wird, der Verjährung nach § 68 StBerG a.F. unterliegen, bereits zum Nachteil de r Kläger in geklärt. In seinem Urteil vom 11. Oktober 2001 (III ZR 288/00, WM 2262, 2264) hat der 1 2 - 3 - Senat ausgeführt, Schadensersatzansprüche gegen einen Steuerberater aus einem Treuhandvertrag verjährten gemäß § 68 StBerG (a.F.) innerhalb von drei Jahren. Der Mittelverwendungskontrolleur übt ei ne treuhänderische Tätigkeit (§ 57 Abs. 3 Nr. 3 StBerG) aus (BFH, Beschluss vom 3. Oktober 1985 - V B 88/84, juris Rn. 23). Auch in dem v om Senat seinerzeit entschiedenen Fall o b- lag es dem Steuerberater, die Freigabe von Kapital zu kontrollieren und diese nur unter bestimmten Voraussetzungen z u erklären (siehe aaO S. 2262). Die von der Beschwerde angeführte Entscheidung des Bundesfinanz hofs vom 3. Oktober 1985 (aaO) stellt nicht in Frage, dass Schadensersatzan - sprüche gegen Steuerberater wegen Verletzung von Pflichten aus einem Mitte l- verwendungskontrollvertrag nach § 68 StBerG a.F. verjähren. Dass die Mitte l- verwendungskontrolle - unter d em Blickwinkel des Umsatzsteuerrechts - keine steuerberatende Tätigkeit im Sinne des § 33 StBerG darstellt, bedeutet nicht, dass sie aus dem Anwendungsbereich des § 68 StBerG a.F. herausfällt. D iese r Bestimmung unterlieg en , wie sich bereits aus ihrem Wortl aut ergibt, nicht nur Schadensersatzansprüche wegen steuerberatender Tätigkeiten nach § 33 StBerG, sondern auch solche aus sämtlichen anderen vom Steuerberatungs - gesetz gedeckten Verträgen (Gräfe/Lenzen/Sc hmeer, Steuerberaterhaftung, 4. Aufl., Rn. 858, 86 0; Kuhls in Kuhls/Meurers/Maxl/Schäfer/Goez/Willerscheid, Steuerberatungsgesetz, 2. Aufl., § 68 Rn. 2), zu den en auch diejenigen geh ö- ren, die eine der treuhänderischen Tätigkeit zuzuordnende Mittelverwendung s- kontrolle zum Gegenstand haben. 3 - 4 - Von einer we iteren Begründung wir d gemäß § 544 Abs. 4 Satz 1, 2. Halbsatz ZPO abgesehen. Schlick Herrmann Wöstmann Seiters Reiter Vorinstanzen: LG München II, Entscheidung vom 19.10.2012 - 13 O 6079/11 Rae - OLG München, Entscheidung vom 05.04.2013 - 19 U 475 6/12 - 4
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