BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS II ZR 16 9 /14 vom 15. September 20 15 in dem Rechtsstreit - 2 - Der II . Zivilsenat des Bundesgeri chtshofs hat am 15. September 2015 durch d en Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bergmann , den Richter Prof. Dr. Strohn, die Richterinnen Caliebe und Dr. Reichart sowie den Richter Sunder einstimmig beschlossen: Die Revision der Klägerin gegen das Urteil des 1 1. Zivilsenats des Hanseatischen Oberlandesgerichts in Hamburg vom 4. April 2014 wird auf ihre Kosten zurückgewiesen, weil die Voraussetzungen für die Zulassung der Revision nicht vorliegen und die Revision auch keine Aussicht auf Erfolg hat (§ 522a ZPO). Gründe: Zur Begründung wird auf den Hinweisbeschluss des Senats vom 21. April 2015 Bezug genommen. Der Schriftsatz vom 1. September 2015 gibt zu einer abweichenden Beurteilung keinen Anlass. Der Senat hat sich im Hinweisbeschluss mit den Rügen der Rev ision s- begründung zur Fehlerhaftigkeit der Unternehmensplanung befasst. Auch unter Berücksichtigung des in erheblichem Umfang neuen Vorbringens der Klägerin im Schriftsatz vom 1. September 2015 liegt kein Prospektfehler vor. Aus dem Gesamtbild, das der Pro spekt dem Anlageinteressenten bei der von ihm zu fo r- dernden sorgfältigen und eingehenden Lektüre vermittelt (vgl. BGH, Urteil vom 5. März 2013 - II ZR 252/11, ZIP 2013, 773 Rn. 14 mwN), ist für diesen erken n- bar, dass die Planzahlen einschließlich des ausge wiesenen Gewinns/Verlusts auf Seite 27 des Prospekts die anfallende Körperschaft - und Gewerbesteuer 1 2 - 3 - nicht berücksichtigen. Der Anleger wird auch nicht durch die Ausweisung eines zu hohen - ohne Berücksichtigung der anfallenden Körperschaft - und Gewerb e- steu er berechneten - Gewinnvorab zu Gunsten der Beklagten in der Unterne h- mensplanung über eine zu hohe Gewinnerwartung getäuscht. Ein überhöhter Gewinnvorab beeinflusst den Gewinn der Gesellschaft nicht positiv, sondern negativ. Dass die Beklagte tatsächlich e inen zu hohen Gewinnvorab erhielt, lässt sich der Darstellung der Unternehmensplanung auf Seite 27 des Pro s- pekts weder entnehmen noch führte dies zur Unrichtigkeit des Prospekts. Bergmann Strohn Caliebe Reichart Sunder Vorinstanzen: LG Hamburg, Entscheidung vom 22.02.2013 - 329 O 190/12 - OLG Hamburg, Entscheidung vom 04.04.2014 - 11 U 109/13 -
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