ECLI:DE:BGH:2016:271016BIIIZR443.15 .0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS III ZR 443/15 vom 27. Oktober 2016 in dem Rechtsstreit - 2 - Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 27. Oktober 2016 durch den Vorsitzenden Richter Dr. Herrmann, die Richter Dr. Remmert und Reiter sowie die Richter in nen Pohl und Dr. Arend beschlossen: Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Rev i- sion in dem Beschluss des 9. Zivilsenats des Kammergerichts vom 24. November 2015 - 9 U 6 /14 - wird zurückgewiesen, weil weder die Rechtssache grundsätzlic he Bedeutung hat noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Revisionsgerichts erfo r- dert (§ 543 Abs. 2 Sa tz 1 ZPO). Das Berufungsgericht und das Landgericht sind mit zutreffend en Erwägungen d avon ausge gangen, dass ein unionsrechtlicher Staatshaftungsanspruch der Klägerin nicht gegeben ist, weil die Umsetzung der Richtlinie 85/577/EWG des Rates vom 20. De - zember 1985 betreffend den Verbraucherschutz im Falle von außerhalb von Geschäftsräumen g eschlossenen Verträgen ( Abl. Nr. L 372 vom 31.12.1985, S. 31 ff) durch den deutschen Geset z- geber in Gestalt von § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 H TürGG (i n der bis zum 31. Dezember 2001 geltenden Fassung) und § 312 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BGB (i n der ab dem 1. Januar 2 002 geltenden Fa s- sung) jedenfalls keinen hinreichend qualifizierten Verstoß gegen das Gemeinschafts recht darstellt . - 3 - D ie Revision ist auch nicht deshalb wegen grundsätzlicher Bede u- tung zuzulassen, weil im Revisionsverfahren eine Vorlage an den Gerichtsh of der Europäischen Union gemäß Art. 267 AEUV no t- wendig wäre (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. Oktober 2015 - 1 BvR 1320/14, juris Rn. 13 mwN ) . Die Voraussetzungen einer unionsrechtlichen Staatshaftung ergeben sich, soweit sie vorli e- gend von Bedeutung sind, ohne weiteres aus der Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union, so dass die richtige, den nationalen Gerichten obliegende Anwendung dieser Vorau s- setzungen - im Sinne einer Verneinung der Haftung - derart offe n- kundig ist, dass für vernünftige Zweifel kein Raum mehr bleibt (acte clair; vgl. Senat, Urteil e vom 17. April 2014 - III ZR 87/13, BGHZ 201, 11 Rn. 29 und vom 16. April 2015 - III ZR 333/15, BGHZ 205, 63 Rn. 46 f; jeweils mwN). Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halbsatz 2 ZPO abgesehen. - 4 - Die Klägerin trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Streitwert: Herrmann Remmert Reiter Pohl Arend Vorinstanzen: LG Berlin, Entscheidung vom 17.12.2013 - 15 O 513/11 - KG Berlin, Entscheidung vom 24.11.2015 - 9 U 6/14 -
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